6. Jahrhundert – Benedikt – Gregor – Chorgebete – Gründung Klosterschulen

Benedikt von Nursia systematisiert die Chorgebete in seiner Ordensregel. Alle 150 Psalmen müssen anfangs täglich, später zumindest in einem einwöchigen Turnus gebetet bzw. gesungen werden, dazu Hymnen und Vater unser und Seelenmessen. Das Pensum können nur viele ausgebildete Ordensleute und Kleriker bewältigen. So entstehen ab dem 6. Jh. Klosterschulen als erste frühmittelalterliche Schulen in Europa. Sie dienen anfangs der Ausbildung von Geistlichen (interiores), später auch von Laien (exteriores). Eine bedeutende Rolle hat die Ausbildung des Chors.

Im späten 6. Jh. lässt Papst Gregor der Große Kirchengesänge sammeln und die Liturgie reformieren. 

Der Hl. Benedikt übergibt seine Regel an den Hl. Maurus und andere Mönche, Manuskript der Regula Benedicti aus der Abtei St. Gilles, 1129, © Wikimedia gemeinfrei
Gregor I. beim Diktieren, Antiphonar des Hartker von St. Gallen, Cod. 390, p. 13, um 1000 n. Chr., Stiftsbibliothek St. Gallen, © Wikimedia gemeinfrei