19. Jahrhundert – Gemischte Chöre – Laienchöre – Frauengesang
Unter französischer Besatzung erfolgt am 15. Dezember 1810 morgens um 11 Uhr der Befehl, das Geläute abzustellen und die Aufhebung der Stiftsgüter St. Blasii, nicht aber des Doms, den Angestellten anzuzeigen. Die Stiftsgebäude werden von 1828–1830, der Kreuzgang 1830–1839 abgerissen.
Der Komponist, Schriftsteller und langjährige Domcantor Friedrich Görges (1776–1852) ist für die Musik in den Gottesdiensten und für Verträge und Bezahlung der Musizierenden zuständig, außerdem für die Begräbnisse und Grabdenkmale. Zu seiner Zeit werden auch Frauen fürs Singen beauftragt und bezahlt.
Im 19. Jh. verbreiten sich Laienchöre im Zuge der bürgerlichen Emanzipation vom feudalen Umfeld, des Vereinswesens und auch des Patriotismus über das Land.
Grundriss des Domstifts mit Kreuzgang mit Verzeichnis der Grablegen, Druck, vor 1830, genutzt von Vikar Jon. Heinrich August Schmidt, abgeschrieben 1841 von Friedrich Görges, © LAW PA BS Dom 327
Singe-Verein für die Domkirche, Liste der Sänger*innen von Domcantor Görges, 1. H. 19. Jh., © LAW Pa BS Dom 223
Berechnung der Feiertagsentlohnung der Sänger*innen von Domcantor Görges, 1. H. 19. Jh., © LAW Pa BS Dom 223
Notenblatt aus Silcher-Volkslieder, Bearbeitung von Schuberts Lindenbaum, Liederheft des Musikverlags Fritz Spies

Grundriss des Domstifts mit Kreuzgang mit Verzeichnis der Grablegen, Druck, vor 1830, genutzt von Vikar Jon. Heinrich August Schmidt, abgeschrieben 1841 von Friedrich Görges, © LAW PA BS Dom 327
Singe-Verein für die Domkirche, Liste der Sänger*innen von Domcantor Görges, 1. H. 19. Jh., © LAW Pa BS Dom 223
Berechnung der Feiertagsentlohnung der Sänger*innen von Domcantor Görges, 1. H. 19. Jh., © LAW Pa BS Dom 223
Notenblatt aus Silcher-Volkslieder, Bearbeitung von Schuberts Lindenbaum, Liederheft des Musikverlags Fritz Spies