13. Jahrhundert – Kaiser Otto IV. – Namensänderung „Dom“

Mit der Beisetzung Kaiser Ottos IV. 1218 erfährt das Stift St. Blasii eine weitere Aufwertung vergleichbar mit Reichs- und Domstiften. Im weltlichen Bereich ist es an die Herzöge gebunden, die auch die geistlichen Stellen besetzen. Die kirchliche und geistliche Stellung ist aber von Selbstständigkeit und Funktionen gekennzeichnet, die einer Bistumskirche gleichkommen, zumal es von der Diözesangewalt des Bistums Hildesheim befreit ist. „Innerhalb der welfischen Territorien kam [ihm] in vieler Hinsicht sogar die Stellung eines Domstiftes zu.“ (Döll, 1967, S.12)

Ab wann für die Stiftskirche die Bezeichnung „Dom“ verwendet wird, obwohl sie bis 1923 keine Bischofskirche ist, ist unbekannt. Im 14. und 15. Jh. wird sie jedenfalls in zwei Urkunden bereits „munster“ genannt, und um 1572 heißt sie dann auf einem kolorierten Kupferstich von Braunschweig „Der Dom“.

Siegel von Kaiser Otto IV., © Wikimedia gemeinfrei