12. Jahrhundert – Herzog Heinrich – Stiftskirche St. Blasius
Burg und Stiftskirche gelangen 1173 auf dem Erbweg über Kaiser Lothar von Süpplingenburg an die Welfen. Heinrich der Löwe lässt die Burg zu einer reichsfürstlichen Residenz umbauen, das Stift St. Peter und Paul abbrechen und eine neue Stiftskirche errichten, in der er 1195 auch beigesetzt wird. An die Stelle der Titelpatrone, die mit neuen Kirchen „abgefunden“ werden, rücken die bisherigen Mitpatrone St. Blasius und Johannes der Täufer.
Der Hl. Blasius dürfte für Heinrich den Löwen eine sehr persönliche Bedeutung in Bezug auf den Kreuzzug gehabt haben. Für alle späteren Chorsänger*innen mag die Wahl des Patroziniums ein schönes Omen gewesen sein, wird Blasius doch bei Hals- und Kehlleiden angerufen und gilt auch als Schutzheiliger der Blasmusiker.
Grundriss der neuen Stiftskirche im 12. Jh. (nach Dorn)
Modell der Stiftskirche, Grabmal Heinrichs des Löwen im Braunschweiger Dom, um 1220/30, © Domstiftung
Skulptur des Hl. Blasius im Braunschweiger Dom, Ende 15. Jh., © Domstiftung

Grundriss der neuen Stiftskirche im 12. Jh. (nach Dorn)
Modell der Stiftskirche, Grabmal Heinrichs des Löwen im Braunschweiger Dom, um 1220/30, © Domstiftung
Skulptur des Hl. Blasius im Braunschweiger Dom, Ende 15. Jh., © Domstiftung