11. Jahrhundert – Brunonen – Stiftskirche St. Peter-Paul – Chorherren

Das Grafengeschlecht der Brunonen gründet um 1030 auf der Burginsel ein Kollegiatstift mit der Stiftskirche St. Peter und Paul. Auch hier erklingt nun Kirchenmusik. Geistliche Chor- oder Stiftsherren bilden das Stiftskapitel. Sie sind zuständig für die tägliche heilige Messe und die Stunden- bzw. Chorgebete. Diese sind seit dem 11. Jh. für alle Kleriker verpflichtend, die 150 Psalmen müssen aber nur noch einmal im Laufe jeder Woche gesungen werden. Dazu kommen allerdings unzählige Seelenmessen und Hymnen. Auch das können nur sehr viele Gesangskundige bewältigen. Die üblichen Gemeinschaftsräume, ein Kreuzgang und auch eine Stiftsschule für den sängerischen Nachwuchs sind vorhanden.

Die Schule hat eine den Domschulen ähnliche überragende Bedeutung, wobei die Aussichten der Absolventen eher auf weltlichem Gebiet liegen (Döll, 1967, S. 209). Zum Chordienst sind sie aber alle verpflichtet.

Grundriss der Stiftskirche St. Peter und Paul, romanischer Vorgängerbau des Doms (nach Dorn)